Archiv 2008

Rückblick auf den Gemeindetag am 19. November 2008 in Dresden


Am 19. November durfte Herr Pfr. Mass über 30 Gemeindemitglieder aus allen Teilen unserer Gemeinde zu einem „kleinen Alt-Katholikentag" in Dresden begrüßen.

Aus Bonn war Frau Elisabeth Meyer zu Rehda (Synodalvertretung) und aus Berlin Dekan Johannes Urbisch angereist. Herr Pfarrer Thomas Walter aus Singen konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen.

Unser Thema lautete „100 Jahre Alt-Katholische Kirche in Sachsen: Identität & Sendung unserer Gemeinde".

Die Teilnehmer diskutierten über die Themen: Kirche als Heimat, Kirche als Konfession, Bildung & Diakonie sowie Spiritualität & Liturgie.

Unsere auswärtigen Gäste staunten über die offene und niveauvolle Diskussion in herzlicher Atmosphäre. Jeder und Jede konnte sich mit seinen und ihren Anliegen frei einbringen und zur Geltung kommen.

Für die Kinder gab es - dank Gerti Holubetz - ein eigenes Programm und wer unser Gemeindezentrum in der Kurt Frölich Str. noch nicht kannte, hatte Gelegenheit zur Besichtigung.

Abschließend konnten wir in der sehr ergreifenden Eucharistiefeier Herrn Dr. Martin Bartsch neu in unsere Kirche aufnehmen, Frau Thea Sandner aus ihrem treuen Dienst im Kirchenvorstand verabschieden und unsere neuen Kirchenvorsteher Frau Helga Brauer, Frau Nic Riha und Herrn Frank Vesper in ihren Dienst einführen.

„Das war kein verlorener Tag", hierin waren sich alle Teilnehmer einig und
begaben sich in ihrem Glauben gestärkt auf den oft weiten Heimweg.

 

Gemeindeausflug in die böhmische Schweiz

Am 20.09.2008 machte sich eine kleine Gruppe von Gemeindemitgliedern und Freunden auf den Weg, die frühere Heimat von einigen Altkatholiken in der heutigen Tschechischen Republik zu besuchen.

Trotz bewölkten Wetters erwanderten wir trockenen Fußes (und Hauptes) den 580 m hohen Wolfsberg (Vlci hora) beim gleichnamigen Ort - unter sachkundiger Anleitung und Führung von Gustl Sandner konnten wir den großartigen Rundblick vom Zittauer Gebirge über das Lausitzer und Elbsandsteingebirge bis zu den Bergen im Aussiger Land genießen.

Nach einer Stärkung auf gut böhmische Art besuchten wir noch den Geologischen Garten von Rudolf Kögler - den Schöpfer der "Steinernen Landkarte" dieser Region und des "Kögler-Weges" - eines in den 1940er Jahren angelegten Naturlehrpfades, auf dem wir auch (ein Stück) unterwegs waren.

Mitgebrachter Kuchen zum Abschluß unseres Ausfluges rundete einen gelungenen Tag ab.

Auf ein Neues? Sicher einmal wieder - manche haben ja regelrecht "Blut geleckt".

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Gemeindewochenende der Alt-Katholischen Gemeinde in Sachsen

20. März 2008 bis 23. März 2008

Wen suchst du? Joh 20.15

Rückblick auf die gemeinsamen Ostertage

Ostern war in diesem Jahr für viele von uns ein ganz besonderes Fest. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag hatten sich 23 Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen, Leipziger und Dresdener Zeit genommen, um miteinander Ostern zu erleben.


Die Kapazitäten des ev. Freizeitheims in Ringethal am Stadtrand von Mittweida reichten nicht aus, um uns alle aufzunehmen. So bevölkerten wir auch die umliegenden Pensionen. Am Gründonnerstag feierten wir die Tischmesse mit neuen geistlichen Liedern, die Kinder brachten selbstgebackenes Brot für die Eucharistiefeier und erklärten den Erwachsenen wie Brotbacken funktioniert. Christus wurde unter uns gegenwärtig, als liebender Freund, welcher sich um die Seinen sorgt, der alles gibt, sogar sich selbst. So ging die Eucharistiefeier in fröhlicher Stimmung in das Agapemahl über.


Am Karfreitag früh besuchten einige von uns die Kreuzigungsgruppe auf dem Lettner der Klosterkirche Wechselburg. Die Führung eines Benediktinerpaters machte aus dem kunstgeschichtlichen Ausflug eine echte Meditation.
Am Nachmittag feierten wir die Liturgie vom Leiden und Sterben unseres Herrn. Wir beteten dabei die Passion im Freien an verschiedenen Stationen. Obwohl es kalt und windig war, brach die Sonne immer wieder durch. In der anschließenden Kreuzverehrung hatten alle viel Zeit ihren Dank und ihre Bitten vor den Gekreuzigten zu tragen.


Der Sonnabend begann mit einer Wanderung zur nahe gelegenen Burg Kriebstein. Fast alle waren sich sicher: „Wir schaffen das per pedes“. So zog die Gruppe mit großen Hüten auf den Köpfen und kleinen Kindern auf den Schultern über Berg und Tal. An geistreichen Gesprächen mangelte es nicht. Nur der Weg wurde nicht kürzer. Waren zunächst sechs Kilometer ausgewiesen, reduzierten sie sich zunächst auf drei, um schließlich wieder auf fünf anzuwachsen.
Ein kleines Sonderkommando mit dem Auto unterwegs, die nötigen Zutaten für unser Mittagessen besorgend, war derweil längst auf der Feste Kriebstein eingetroffen. Auch nach ausgiebigster Besichtigung der Burg war nichts von unserer Mannschaft zu sehen oder zu hören. Die Wartenden kehrten in die Burgschänke ein, um erst wieder kräftig gestärkt herauszukommen. Kurz vor der Rechnung kam der telefonische Notruf. „Holt uns hier raus!“
Zunächst wurden die Autofahrer gerettet, damit diese wiederum ihre Frauen und Kinder erlösen konnten.
Einige von uns besuchten noch die ersehnte Burg, andere kümmerten sich um das Essen, bastelten Osterkerzen oder färbten Eier.


Am Abend feierten wir die Osternacht (27 Personen!). Die Kinder erhellten die stockdunkle Kirche mit ihren selbst gebastelten Osterkerzen. Ganz ohne Wachsflecke ging es nicht. Christus ist wahrhaft auferstanden! Neben den Elementen von Dunkel und Licht, erlebten wir mit der nun einsetzenden Silbermannorgel die Differenz von Stille und Klang. Schließlich wurden wir mit dem gesegnetem Weihwasser besprengt und erneuerten unser Leben in Christus. Die Länge des Tages und die Fülle der Zeichen führten schließlich zumindest die Kinder an ihre Grenzen. „So viele sind mir in noch keiner Predigt eingeschlafen.“
Nach dem Gottesdienst feierten wir – mit gutem französischem Rotwein – weiter in die Nacht hinein. Christus ist wahrhaft auferstanden.

Unsere gemeinsamen Tage endeten mit dem Osterfrühstück, natürlich nicht ohne erfolgreiche Suche der Kinder nach ihren Osternestern… Ich bin mir sicher, dass alle Teilnehmer, ob die ganze Zeit dabei oder nur für einzelne Gottesdienste hinzukommend, reich beschenkt heimkehren durften.

 

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