Archiv 2009

Traditionelles Treffen am Buß- und Bettag 2009

Auch in diesem Jahr trafen sich einige Gemeindemitglieder traditionell an diesem sächsischen Feiertag. Jens-Peter Jahn hat die Gemeinde in die Grüne Schule nach Zethau geladen. V.a. den Kindern konnte hier die Schöpfung Gottes anschaulich nahegebracht werden - in Schaustücken, bildhaften Beschreibungen und Spielen im Freien sowie beeindruckenden Dias.

 

Unser neuer Bischof

Dr. Matthias Ring wurde zum 10. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt.

Die außerordentliche Synode unseres Bistums hat am 7. November 2009 den Regensburger Pfarrer Herrn Dr. Matthias Ring zum 10. alt-katholischen Bischof in Deutschland gewählt.
Nachdem Bischof Joachim Vobbe bereits im Juni seinen Rücktritt angekündigt hatte, bewarben sich neben Dr. Ring noch Dekan Jürgen Wenge aus Köln, sowie Pfarrer Ingo Reimers aus Essen um die Nachfolge im Bischofsamt.

Matthias Ring, geboren 1963 in Oberfranken absolvierte zunächst in Bamberg und Bonn seine theologischen Studien bevor er 1989 zum Priester geweiht wurde. Von 1993 – 2000 arbeitete er bereits schon einmal als Pfarrer der Gemeinde Regensburg. Bis 2005 konnte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alt-Katholischen Seminar der Universität Bonn sich seines Promotionsstudiums im Fach Kirchengeschichte widmen. Im Jahre 2006, mittlerweile wieder Pfarrer in Regensburg, wurde er von der Universität Bern zum Doktor der Theologie promoviert.
Seit 2007 leitet er die Finanzkommission unseres Bistums.

Am 20. März wird Matthias Ring in Karlsruhe die Bischofsweihe empfangen.

Im Übrigen wurde Pfarrer Ring auch durch unseren Wahlsynodalen Herrn Gerd Kleber mitbestimmt - ca. 75% aller Wahlbeteiligten unserer Gmeinde stimmten für den Kirchenvorstand aus Dresden als Vertreter der Gemeinde Sachsen und Ostthüringen. Für weitere Informationen zum Ablauf der Wahlsynode steht er ihnen gern Rede und Antwort!

Im Übrigen war unser designierter neuer Bischof Gast unserer Kirchenvorstandssitzung am 23.05.2009 in seiner Funktion als Leiter der Synodalkasse unserer Kirche. Damals ging es neben der Vorstellung der allgemeinen finanziellen Situation unserer Kirche besonders um die Situation unserer Gemeinde. Er versicherte, dass die sächsische Gemeinde auch weiterhin vom Bistum sowohl finanziell als auch personell Unterstützung finden wird und somit

ein Weiterbestehen unserer Gemeinde auch auf die Zukunft hin gesichert ist.

 

1. Kinderwoche der Alt-Katholischen Gemeinde in Sachsen

Vom 18. bis 23. Oktober 2009 fand die erste Alt-Katholische Kinderwoche in Sachsen statt. Eine kleine Schar um Diakon Gilbert Then traf sich in einer wunderschönen Bungalowsiedlung in Schirgiswalde in der Oberlausitz.

„Um Himmels willen, dein Reich Komme!“, so lautete das Motto der Tage. Dabei beschäftigte uns besonders das „Vater unser“ aber auch mehrere „Reich-Gottes-Gleichnisse“. Wichtig war dabei auch die Frage, was "das blaue Etwas über uns" eigentlich mit dem Himmelreich Jesu zu tun hat. Oder sitzt der liebe Gott doch auf einer weißen Wolke und schaut auf uns herunter?

Nein und ja, denn das Reich Gottes kann überall sein. Denn es wird überall ausgesät und manchmal ist es so klein, dass wir es kaum wahrnehmen können und dennoch kann es wachsen und zu einem großen Baum werden.

Vielleicht wird auch unsere sächsische Kinderwoche in den nächsten Jahren so ein großer Baum und führt viele Kinder dazu, sein Reich lieb zu gewinnen.

Natürlich blieb auch viel Zeit für Spiel, Spaß, Lieder- und Bastelarbeiten und eine spannende „Gute-Nacht-Geschichte“, die am letzten Tag zu einer „Guten-Tag-Geschichte“ wurde, da keiner das Ende verpassen wollte!

Alle Kinder haben möchten im nächsten Jahr unbedingt wieder mit dabei sein und wollen Ihre Freunde mitbringen. Das lässt hoffen: Dein Reich komme Herr!

 

Pfarrer Manfred Gersch im Ruhestand

Pfarrer Manfred Gersch hat dem Kirchenvorstand mitgeteilt, dass er sich seit Oktober 2009 im Ruhestand befindet.
Der Kirchenvorstand dankt dem Ehepaar Gersch für zweieinhalb Jahrzehnte treuer und aufopferungsvoller Dienste in unserer Gemeinde.

 

1. Mitteldeutscher Kirchentag - und wir waren dabei!

Am 20.09.2009 unterstützten Pfarrer Mass, Herr Hillert und Frau Bruckmeier den Erfurter Diakon Jungbauer am Stand der Alt-Katholischen Kirche (Mitteldeutschlands) an dem sich die Teilnehmer des 1. Mitteldeutschen Kirchentages über unsere Kirche informieren konnten.

 

Firmungen 2009

Am 7. Juni 2009 empfingen Franz Löhnert und Robert Noack aus Hainewalde die heilige Firmung. Ohne zu ahnen das wir ihn das letzte Mal in seinem Amt erleben würden zelebrierte unser Bischof Joachim Vobbe den Festgottesdienst.

 

Traditioneller Gottesdienst zu Himmelfahrt

Auch 2009 feierten Gemeindemitglieder gemeinsam mit der evangelischen Gemeinde Lohmen - und in diesem Jahr darüber hinaus im Rahmen des evangelischen Regionalgottesdienstes mit vielen weiteren Geschwistern - das Fest Christi Himmelfahrt.

 

Unsere neue Orgel


Durch die breite und großherzige Unterstützung aus unserer Gemeinde konnten wir das bisher lediglich geliehene E-Piano nun auch ganz erwerben. Seit das Instrument in unserer Kapelle steht, haben bereits mehrere Gemeindemitglieder ihr musikalisches Können zur Freude der Gemeinde und zum Lobe Gottes unter Beweis gestellt. Herzlichen Dank allen, die sich durch finanzielle Spenden und / oder musikalischen Einsatz engagieren.

 

Rückblick- Ostertage in Wermsdorf


Von Gründonnerstag bis Ostersonntag waren wir diesmal im evangelischen Freizeitheim in Wermsdorf. Die jüngste Teilnehmerin Emma (14 Monate) hatte einige Probleme schon selbst zu laufen, der älteste Teilnehmer Gerd (65 Jahre) hatte Probleme noch selbst zu laufen. Ansonsten lief alles wie geschmiert. Der zuständige evangelische Pfarrer vor Ort, ein Studienkollege von Claus Fischer, stellte uns seine wunderbare Dorfkirche großzügig zur Verfügung.
Der Abendmahlsgottesdienst am Donnerstag wurde in besonderer Weise durch die Fußwaschung geprägt.
Am Karfreitag erkundeten wir bei herrlichem Sonnenschein Schloss Hubertusburg. Zur Todesstunde Jesu versammelten wir uns zur Liturgie in der Kirche.
Am Sonnabend machten wir uns per Pedes auf zum Collmberg, diesmal jedoch ohne vom Wege abzukommen. Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit, unsere Osterkerzen zu gestalten und Ostereier zu färben.
Höhepunkt der Tage war sicherlich die ergreifende Feier der Taufe von Bernd Nagel in der Osternacht.
Nach dem Osterfrühstück am nächsten Morgen, durften die Kinder ihre Nester suchen, während die Erwachsenen die Ordnung im Haus wieder herstellten.

Frohe Ostern, bis zum nächsten Jahr...

 

Auf Sendung – unser erster Radiogottesdienst


Am 18. Januar 2009 Punkt 10.00 Uhr war es endlich soweit: absolute Stille – absolute Spannung. Die kleine weiße Lampe schaltet um auf rot. Rotlicht bedeutet: „Wir sind auf Sendung.“ Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Gemeinde durften wir einen Gottesdienst auf dem Kulturkanal MDR Figaro übertragen.
Diesem Ereignis ging eine lange Vorbereitung voraus. Es ist allein dem Engagement unseres Gemeindemitgliedes und bekannten Rundfunkjournalisten Claus Fischer (Leipzig) zu verdanken, dass wir in den Rundfunkrat der evangelischen Freikirchen aufgenommen werden konnten. Dies sichert der Alt-Katholischen Kirche in Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen jährlich eine „Sendewoche“, mit Gottesdienstübertragung am Sonntag und täglichen Ansprachen.
Aus unserer Gemeinde nahmen im Vorfeld der Sendungen Herr Pfr. Mass und Frau Prof. Gruber-Scheller an einer Autorenschulung des MDR teil. Derart vorbereitet, werden die Manuskripte der Autoren beim Sender eingereicht und von diesem korrigiert. „Natürlich nur auf Hörerfreundlichkeit hin.“ Das Ergebnis konnte sich hören lassen.
Neben den Rundfunkaufnahmen im Studio Dresden, produzierten Claus Fischer, Julia Köhler und Gilbert Then Musikeinspielungen in Leipzig.
Zeitgleich liefen in Dresden die Proben für den Gottesdienst. Neben unserem langjährigen Gemeindemitglied Gustav Sandner (Violine) konnten wir Herrn Günter Kaluza (Cembalo) gewinnen. Claus Fischer, der eigentliche „Vater“ unserer Radioübertragung stellte die Gemeinde vor, Chor und Wechselgesang wurden durch Julia Köhler, Martin Bartsch und Jens Kunstmann professionell gestaltet. Alle Lesungen einschließlich Evangelium und Fürbitten wurden von echten Sachsen (Thea Sandner, Gerd Kleber, Frank Vesper, Julia Köhler und Gilbert Then) gesprochen. Soviel Mundart durfte im Heimatsender nicht fehlen.
Schließlich müssen hier noch diejenigen erwähnt werden, welche man nicht oder nur im Chor hören konnte, so sorgte z. B. Friedmar Kreuz für absolut stimmige Beleuchtung. An Kaffee oder Gebäck mangelte es nie und endlich fanden sich noch einige Hände, um das vom Schneematsch verdreckte Gemeindezentrum wieder zu reinigen.

Was bleibt?

Nicht nur unser Gemeindezentrum mit seiner kleinen Kapelle, sondern auch unsere Gemeinde hat sich bewährt. Wir können es! Wir waren so gut, dass nicht nur die Techniker vor Ort begeistert waren, sondern auch ein Anrufer aus dem Leipziger Gewandhaus diesen Eindruck bestätigte.

Allen Beteiligten ganz herzlichen Dank!

         
         

Sternsingeraktion 20 + C + M + B + 09

Am 3. Januar zogen unsere Sternsinger durch Dresden. Sie besuchten bei grimmiger Kälte insgesamt acht Familien und ein Pflegeheim. War es für die Kinder beim ersten Mal noch etwas peinlich, das Haus und seine Bewohner mit Gesang, Weihrauch und Kreide zu segnen, so wurden sie zunehmend selbstbewusst.

Wir konnten insgesamt 109 Euro an Spenden einsammeln. Diese werden dem Verein für soziale Rechtspflege in Dresden übergeben. Der Verein kümmert sich um Wiedereingliederung von entlassenen Strafgefangenen. Wir wollen dieses Projekt fördern und so auch in Dresden in Erscheinung treten.

Die Kinder waren sich absolut sicher: „Auch im kommenden Jahr wollen wir wieder Sternsinger sein.“

 

Jahresrückblick 2008 / Ausblick 2009

An dieser Stelle darf ich auf fast ein ganzes Jahr Gemeindeleben zurückblicken.

Zum Ende des Kirchenjahres 2007 hatte sich Pfr. Manfred Gersch mit einer letzten Predigt von unseren Gottesdienstgemeinden verabschiedet. Angekündigt war der krankheitsbedingte Rückzug schon lange, das es dann doch so schnell ging, schockierte allerdings nicht wenige.

Im Dezember halfen dann Pfr. Mittelhaus in Leipzig und Gerhard Peter in Dresden aus. Im Januar war ich im Auftrag des Bischofs selbst als „Aushilfe" unterwegs, was mir Gelegenheit gab, die sächsische Gemeinde zu beschnuppern. Bereits im Februar 2007 war ich gemeinsam mit meiner Frau in Dresden gewesen, um mit Pfr. Gersch, Gerti Holubetz (Gemeindeverband) und Gerd Kleber (Kirchenvorstand) über den anstehenden Amtswechsel zu sprechen. Dass es dann genau ein Jahr später konkret werden sollte, war für uns alle eine große Herausforderung.

Am 2. Februar tagte in Großschönau der Kirchenvorstand. Pfr. Gersch gab seinen letzten Seelsorgsbericht und verabschiedete sich auf den Ruhestand hoffend bis heute in den Krankenstand. Da er im Februar noch nicht emeritiert wurde, konnte er auch noch nicht offiziell verabschiedet werden. Woraus sich eine natürlich nicht nur kirchenrechtlich merkwürdige Situation ergibt. Ich selbst sollte seine Arbeit, nun von Dresden aus, mit einer 50% Stelle (!) fortführen.

Dass unser Gemeindeleben trotz aller mit dem Wechsel verbundener Ängste nahezu reibungslos weiterging hat manche überrascht und alle erfreut. Die Dresdner haben natürlich auch dank des neuen Gemeindezentrums am meisten profitiert, während die Region um Großschönau herum die stärksten Opfer hat bringen müssen.

Zu Ostern durften wir wunderbare Tage in Ringetal verbringen. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag waren wir gemeinsam (fast 30 Personen) als Gemeinde zusammen. Eine Erfahrung von der viele bis heute zehren und welche im kommenden Jahr wiederholt werden soll. Unsere Jugendarbeit konnte intensiviert werden und die Feier der Vesper ist mittlerweile vielen, neben der Eucharistie vertrautes liturgisches Gut.


Der Sommer war durch diverse Gemeindeveranstaltungen in Lohmen (Waldgottesdienst) in Albersdorf (Sommergottesdienst) und auf dem Wolfsberg (Gemeindefahrt) geprägt.
Im Herbst durften wir anlässlich unserer 100 Jahr Feier den Gemeindetag in Dresden veranstalten und mit der Feier des Requiems unser Toten gedenken und das liturgisches Jahr beenden. Darüber hinaus haben mittlerweile erste Vortragsveranstaltungen im Gemeindezentrum stattgefunden.


Im kommenden Jahr stehen neben der Firmung in Großschönau eine Kinderbibelwoche (Angebot von Diakon Then). sowie vom Gemeindetag gewünscht, einige Veranstaltungen zur liturgischen und spirituellen Bildung an.

nach oben