2015

 

Weihnachten: ein Kind steht im Mittelpunkt

So auch im Leipziger (Nach-) Weihnachtsgottesdienst. Nur ganz anders: Junia Serafina wurde getauft! Alles Gute und Gottes Segen wünscht die Gemeinde dem Täufling (und ihrer Familie).

 

Diakonie

In den lokalen Gemeindeversammlungen im vergangenen Oktober wurde beschlossen, auch die in der Adventszeit 2015 gesammelte Kollekte an ein diakonisches Projekt innerhalb des Gemeindegebiets weiterzugeben. Nach den Obdachlosencafe´s der Kirchgemeinden in Dresden (2013) und dem christlichen ambulanten Hospitzdienst in Herrenhut (2014) entschied sich der Kirchenvorstand dieses Mal für das ökumenische Projekt LEBENS L.u.S.T. in Leipzig.

Die LEBENS L.u.S.T. existiert seit über 5 Jahren und steht für einen offenen „Leib und Seele Treff“. Dazu wurde eine zentral gelegene ehemalige Gaststätte im Leipziger Stadtteil Wahren angemietet, die sich unweit der ev. Auferstehungskirche befindet, in der wir unsere Gottesdienste in Leipzig feiern. An einigen Tagen in der Woche ist diese Einrichtung für Senioren, Einsame und auch für Krabbelkinder mit ihren Müttern geöffnet.

Ein Team ehrenamtlicher Mitarbeiter versorgt diesen beliebten Treffpunkt für alle Altersklassen.
Auch Julia und Gilbert Then haben sich von alt-katholischer Seite hier u.a. beim regelmäßigen Familienbrunch und zum Nikolaus Fest bereits eingebracht.

Mit der im Advent gesammelten Kollekte von 277 Euro und vielleicht noch einem Zuschuss der alt-katholischen Diakonie wollen wir diese ökumenische Arbeit im „Wohnzimmer mittendrin“ unterstützen.

 

Pfarrerlose Zeit

Ja, nun beginnt sie - die "pfarrerlose" Zeit: später als gedacht, aber trotzdem gut geplant: Pfarrer Armin Luhmer nimmt nach der Geburt seines Sohnes Josua Jakob seine "Elternzeit" wahr und begleitet ihn so in den ersten Tagen seines Lebens. Alles Gute wünschen wir Mutter Cläre, den Schwestern Sarah und Judit. Wir freuen uns mit ihnen - und natürlich auf die gemeinsamen Weihnachtsgottesdienste.

 

Gemeindeversammlung Herbst 2015

Ein Tagesordungspunkt war die Wahl unseres Synodalen. Der Kandidat Jörn Stoffers erhielt 29 von 30 Stimmen (ca. 97%), als Ersatzsynodaler wurde Pascal Bihler mit 17 von 27 gültigen Stimmen (ca. 63%) gewählt. Beide haben die Wahl angenommen.

Für die Bistumssynode 2016 werden von unserer Gemeinde keine Anträge gestellt.

Mit den Kollekten im Advent 2015 werden wir wieder ein konkretes diakonisches Projekt in unserer Gemeinde unterstützen. Aus eingehenden und vorhanden Vorschlägen wird der Kirchenvorstand bis zum 1. Advent ein Projekt auswählen.

In der Aussprache über die Situation und Entwicklung vor Ort waren standen vor allem diese Punkte im Vordergrund: Nach Absage des Objekts „Trufanowstraße 33“ wird die Suche nach einer neuen Beheimatung in Leipzig fortgesetzt. Die Vorbereitung für Katholikentag läuft auf Hochtouren - weitere Helfer werden gesucht. In Großschönau werden der Seniorennachmittag und die Sonntags-Gottesdienste wie gehabt als ausreichendes Angebot angesehen. Sehr positive Resonanz kam aus Werdau ob der Teilnahme an ökumenischen Gottesdiensten. In Dresden soll die Übernahme des Objektes am St. Pauli Friedhof weiter verfolgt werden. Der Fokus liegt auf dem Kirchengebäude. Ein nächster Schritt soll die Begutachtung durch einen Architekten bzw. Sachverständigen sein.

 

7. Kinder- und Jugendwoche vom 11.-16.10.2015 in Großrückertswalde (von Valerie, Paula und Willi)

Wie schon in den letzten Jahren fand in den Herbstferien die altkatholische Kinder- und Jugendwoche in Großrückerswalde (Erzgebirge) statt.

In den Mittagsstunden bei Sonnenschein trafen wir vor der Dorfkirche ein und begannen unsere gemeinsamen Tage mit einem Spaziergang zu den Fischteichen. Anschließend zeichneten wir Schattenportraits voneinander (im Pfarramt Dresden zu sehen). Nach dem gemeinsam bereiteten Abendbrot trafen wir uns zum Abendgebet und zu Gesellschaftsspielen.

Das gute Wetter am Montag eignete sich wunderbar für eine Wanderung zur nahegelegenen Drei-Brüder-Höhe. Die folgenden Tage verliefen mit Aktionen wie beispielsweise einem spannenden Outdoorspiel, einem Kochduell, vielen anregenden Konversationen, vielen abendlichen sinnvollen und weniger sinnvollen Gemeinschaftsspielen und dem letztabendlichen Gottesdienst, so wie einer Nachtwanderung!

Im Mittelpunkt der religiösen Kinderwoche stand stets das biblische Buch "Rut", das durch morgendliche Anspiele veranschaulicht wurde & Grundlage für gelegentliche Diskussionen zu aktuellen Problematiken bot.

Zwischen den vielen abwechslungsreichen Programmpunkten wurde aber auch die ausreichend lange Freizeit nicht vergessen. Am Ende konnten alle Teilnehmer auf eine schöne und abwechslungsreiche Woche zurückblicken.

Ein herzliches Dankeschön an Gilbert und Julia Then, denen wir diese wunderbare Woche in allererster Linie zu verdanken haben.

 

3. Dekanats-Wochenende des Dekanat OST

Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag kamen bis zu 20 Mitglieder der Pfarreien unseres Dekanats Ost im Dominikanerkloster St. Albert in Leipzig Mitte Oktober zusammen.

Nach einem gegenseitigen Kennenlernen der Teilnehmer und dem Nachtgebet im Oratorium des Klosters ging der erste Abend mit einem langen Kaminabend zu Ende. Nach Frühstück und Morgenlob begann der Samstag unter dem Motto „Ich ein Missionar?“. Die Teilnehmer diskutierten über ihr Verständnis vom „Christ sein“ und „Alt-katholisch sein“. Gerade im Osten, wo man als Christ zu einer Minderheit in der Bevölkerung gehört, geht es eher um christliche Grundwerte, die es gilt anhand seines eigenen Lebens und seiner Lebensweise zum Ausdruck zu bringen, als durch die Betonung von konfessionellen Unterschieden. Nach diesen intensiven Diskussionen hatten die Teilnehmer am Nachmittag die Möglichkeit, den Leipziger Zoo zu besuchen oder einen Stadtrundgang mit Besichtigung der neuen Probstei zu machen. Diese Auflockerung war auch notwendig, denn nach dem Abendessen ging es mit der Diskussion, was einen guten Missionar ausmacht und wie unserer Struktur im Osten in Zukunft aussehen könnte, noch einmal ans Eingemachte. Mit einer stimmungsvollen Lichtvesper und einem zweiten Kaminabend ging ein ereignisreicher Tag mit Wein und fröhlicher Stimmung zu Ende.

Mit einer sonntäglichen Eucharistiefeier und einem anschließenden Mittagessen ging ein gelungenes Dekanatswochenende zu Ende. Ein herzlicher Dank geht an Dekan Ulf-Martin Schmidt, der dieses Wochenende organisiert, vorbereitet und sehr motivierend geleitet hat.

 

Erntedank – Danktag für die Schöpfung

Leipzig: Am Samstag, 3.10. feiern wir den Erntedankgottesdienst wieder in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Landwirtschaft der BUND Regionalgruppe Leipzig in der Auferstehungskirche. Wie im letzten Jahr wäre es schön, wenn alle für das anschließende Agapemahl etwas zu essen und/oder zu trinken mitbringen könnten. Über eigene Ernte oder Selbstgemachtes freuen wir uns besonders. Das Mitgebrachte sollte in jedem Fall möglichst aus ethisch vertretbarer, regionaler und nachhaltiger Produktion stammen.

 

Immobiliendiskussion in Leipzig: Workshop Neue Räume? Gemeindeleben gestalten!

Die Leipziger Gemeinde hat seit 1982 kein zu Hause mehr. Um Fremde aufzunehmen, um für andere da zu sein, braucht man aber ein zu Hause, auch als Gemeinde. Als Gast im fremdenHaus kann niemand Gastgeber sein. Insofern gab es schon seid längerem den Wunsch wieder über eigene Gemeinderäume zu verfügen.

In den letzten Wochen hatte sich eine sinnvolle Möglichkeit in Leipzig - Gohlis in der Trufanowstr. 33 ergeben. Seit vielen Jahren hat uns die Möckernsche Auferstehungsgemeinde Gastfreundschaft gewährt. Das hat zu einem engen ökumenischen Miteinander geführt, das auch weiter unser Gemeindeleben prägen soll. So haben wir selbst erfahren, Gast zu sein und wir werden uns daran erinnern, wie es war, wenn wir nun Gastgeber sein sollten.

Nach einer lebhaften Diskussion auf der letzten Gemeindeversammlung hat eine Arbeitsgruppe Leipziger Gemeindemitglieder ein Konzept erarbeitet, welches im Kirchenvorstand abschließend erörtert wurde. Leider machte der Vermieter des Objektes all unseren Überlegungen kurzfristig einen Strich durch die Rechnung und nimmt Abstand von einer Vermietung der Räumlichkeiten an unsere Gemeinde.

Die Suche geht also weiter.

 

Gemeindeversammlung

Im Anschluss an die Pfarrerwahl am 13.09.2015 wurde die Gemeindeversammlung im Pavillon der Diakonissenhauskirche fortgesetzt.

Auf Grund des Pfarrerwechsels wurde vom Kirchenvorstand ein Nachtragshaushalt erstellt und durch die Gemeindeversammlung genehmigt.

Eine lebhafte Diskussion über den Erwerb oder die Nutzung von Immobilien in Dresden und Leipzig wurde - wie bereits auf den vorherigen Gemeindeversammlungen - fortgesetzt. Für Leipzig kam die Gemeindeversammlung überein, den Wünschen der Leipziger Gemeindemitglieder nach einer eigenen Beheimatung zu entsprechen. Vorher ist die Leipziger Gemeinde jedoch aufgefordert, ein Konzept für die Nutzung der Räume in der Trufanowstraße in Leipzig auszuarbeiten und dem Kirchenvorstand vorzulegen. Der Kirchenvorstand wird dann abschließend darüber entscheiden.

Hinsichtlich der Wahl eines Synodalen/ einer Synodalin hat die Gemeindeversammlung beschlossen, einen separaten Wahlgang für einen "Nachrücker" durchzuführen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Gemeinde auch dann an der Bistumssynode vertreten ist, wenn der gewählte Synodale / die gewählte Synodalin nicht teilnehmen kann. Als "Nachrücker"-Kandidaten werden Jens Eberhard Jahn (Leipzig) und Pascal Bihler (Leipzig) zur Wahl stehen. Die Wahlen finden in den lokalen Gemeindeversammlungen im Oktober statt.

Nach Vorlage des Rechnungsprüfungsberichts 2014 wurden Kirchenrechner und Kirchenvorstand von der Gemeindeversammlung entlastet. Als Rechnungsprüfer für 2015 wurden Herr Heinz John und Herr Jens Kunstmann gewählt.

 

Pfarrerwahl

Die Gemeinde Dresden - Sachsen hat im Sonntagsgottesdienst am 13.09.2015 Herrn Armin Luhmer mit 88% der abgegebenen Stimmen als ihren neuen Pfarrer gewählt. Mit einer Wahlbeteiligung von 11% wurde das kirchenrechtlich geforderte Quorum von 10% gerade überschritten. Kirchenvorstand und Gemeindeversammlung gratulierten dem neu gewählten Pfarrer und wünschten ihm bereits jetzt Gottes Segen für die Tätigkeit in unserer Pfarrgemeinde.

Erneut wurde jedoch das Wahlrecht bei einer Pfarrerwahl kritisiert, das keine Briefwahl zulässt und somit vor allem alten und kranken Menschen, die sich nicht von allen Seiten Sachsens ins weite Dresden auf den Weg zur Pfarrerwahl machen können, die synodalen Rechte der Mitbestimmung vorenthält. Das Wahlrecht nimmt hier keine Rücksicht auf die Diasporasituation und die Altersstruktur ihrer Mitglieder nimmt.

Dienstantritt des neuen Pfarrers wird der 01.10.2015 sein. Ab diesem Zeitpunkt wird Armin Luhmer alle im Gemeindebrief veröffentlichten Gottesdienste übernehmen. Nach der Geburt seines Kindes - voraussichtlich Mitte November - wird Pfarrer Luhmer einen Monat Elternzeit nehmen. In dieser Zeit werden die Gottesdienste wieder durch Vertretungsdienste durchgeführt.

Die offizielle Einführung des neuen Pfarrers durch Dekan Ulf-Martin Schmidt ist für den 17. Januar 2016 vorgesehen.

 

Grundreinigung und Übergabe des Pfarramtes

Der Leerstand des Gemeindezentrums nach dem Auszug von Pfarrer Schmidt wurde genutzt, um es zu streichen, Fensterrahmen zu reinigen und zu entmüllen. Die bereits organisierten neuen Büromöbel für das Gemeindezentrum wurden aus dem Zwischenlager ins Pfarramt verbracht.

Dem Aufruf, am 12.09.2015 dabei mitzuhelfen kamen wenige Mitglieder und zwei Freunde der Gemeinde nach. Alle Anderen haben ganz sicher dem Reinigungskommando mit ihren Gebeten beigestanden. Einen herzlichen Dank ihnen für ihre Hilfe.

Dankenswerterweise übernahm der Förderverein die Materialkosten.

 

Flüchtlingshilfe vor Ort (von Gisela und Heinz John)

Im Auftrag des Kirchenvorstandes haben wir am 5. September der Flüchtlingshilfe in Werdau eine Barspende von 300 € überreichen können. Es war das Geld aus der Kollekte der festlichen Eucharistiefeier und der Verabschiedung von Jens Schmidt am 30. August in Dresden.
Geld, das für die notwendige humanitäre Hilfe der in Deutschland Schutz suchenden Menschen aus Nahost und Afrika dringend benötigt wird. Verbunden war die Geldübergabe mit einem Fest, das von den Flüchtlingen, unter Mitwirkung der Ökumene, für die Bürger von Werdau ausgerichtet wurde In selbstgenähten Kostümen wurden von den Flüchtlingen landestypische Tänze aufgeführt, es wurde gekocht und ein tolles Buffet gereicht.
Mich persönlich hat begeistert, welch talentierte Fußballer es unter den Flüchtlingen gibt, die sicher jeden Fußballverein der Region bereichern würden. Aus der persönlichen Begegnung mit den Flüchtlingen und ihren Schicksalen haben wir eine neue Sichtweise zur derzeitigen Flüchtlingsproblematik und für unsere Pflicht zur Hilfe erhalten. Uns geht es dabei wie dem Minister des Inneren und Sport des Saarlandes, Klaus Bouillon, der seinen Schreibtisch 4 Wochen in einer Flüchtlingsunterkunft aufgestellt hatte und von dort aus seine Amtsgeschäfte versah.
Um den Erhalt des christlichen Abendlandes müssen wir nur dann bangen, wenn es z. B. unseren Mitbürgern genügt, einmal im Jahr, zum Heiligabend in die Christmette zu gehen. Denn wenn wir etwas erhalten wollen, dann müssen wir alle für den Erhalt etwas tun. Dazu ist Pegida, Legida oder wie sie auch heißen mögen nicht der richtige Weg. Wer Wind sät oder dabei mithilft, wird Sturm ernten.

 

Einladung der ACK Sachsen

Die Pfarrer Jens Schmidt und Friedemann Oehme luden im Namen der ACK Sachsen am 04.09.2015 nach Borna ein.

In der Region südlich von Leipzig ist in besonderer Weise von Umweltbelastung und -zerstörung betroffen. Gerade in der DDR-Zeit wurde hier ein exzessiver Braunkohleabbau betrieben. Viele Menschen hatten unter der Belastung durch schlechte Luft und viele auch unter dem Verlust ihrer Heimat zu leiden. Engagierte Christen haben damals gegen den Raubbau an Gottes guter Schöpfung protestiert. Legendär sind die Umweltgottesdienste in dem kleinen Dorf Mölbis, das extrem belastet war.

Auch wenn heute Braunkohletagebaue renaturiert und zu Erholungsgebieten umgestaltet werden, bleiben immer noch Belastungen. Andererseits gibt es viele Zeichen der Hoffnung, dass es gelingen kann, der Natur wieder Raum zu geben und auf diese Weise die Lebensbedingungen auch für die Menschen zu verbessern.

Die Exkursion in die Region des Braunkohletagebaus zeigte diese Entwicklung anschaulich. Der ökumenische Gottesdienst in der Stadtkirche St. Marien mit anschließender Prozession vereinte Christen einiger Religionsgemeinschaften zum gemeinsamen Dank für Gottes Schöpfung.

 

Pfarrer Schmidt wurde verabschiedet

Und am Ende hat er es doch wieder allen bewiesen: er kann nicht "kurz".
Am 30.08.wurde Pfarrer Schmidt aus seinem Dienst in Sachsen entlassen. Viele Gemeindemitglieder und Gäste waren gekommen, um diesem Ereignis beizuwohnen. Und Jens und Tanja Schmidt ein "schlechtes Gewissen" zu machen. Dekan Ulf Schmidt aus Berlin brachte es auf den Punkt: Er läßt seinen Namensvetter nur ungern ziehen.
Nach 5 Jahren schien wohl die Zeit gekommen, das Feld, was er bestellt hat, anderen zu überlassen. Aber auf so vielen Feldern? Umtriebig, ökumenisch ausgerichtet. Oder wie der Volksmund sagt: "Er mußte eben auf jeder Hundehochzeit sein Bein heben!" Schien es deshalb so, daß dem Abschiedsgottesdienst auch ein wenig Selbstbeweihräucherung innewohnte? Dank für seine Arbeit aus allen Ecken. Ein Abschiedsgeschenk besonderer Art für den Neustart im Norden: eine "Klönschnak" – Bank. Oder wie wir sagen würden: anne Bank zun´ Braaschn!
Nun also Nordstrand. Viel los dort. Manchmal. Aber auch hier: es gibt einen Bewerber für die Pfarrstelle in Sachsen. Wir werden sehen.

 

Aus der Rede des Kirchenvorstandsvorsitzenden Joachim Debes:

Liebe Tanja, lieber Jens, jetzt ist es also dann endlich soweit. Die letzten Tage in Sachsen sind für euch angebrochen. Euch treibt es an die Nordsee. Habt ihr euch das euch auch gut überlegt?

Ich habe mir überlegt, wie ausschweifend das Resümee der letzten fünf Jahre hier werden soll. Wenn ich mich dabei an DEINER Art orientiere, dann sitzen wir hier noch eine Zeit und der Salat auf den Schnittchen ist welk, bis wir dahin kommen. Ich weiß nicht, wer es als erster gesagt hat, aber es ist schon was dran an der Aussage: Jens kann alles, nur nicht kurz!

Es ist noch nicht einmal 2 Jahre her als ich hier stand, um dich als gewählten und vom Bischof bestätigten Pfarrer willkommen zu heißen. Bis dato warst du allerdings schon 3 Jahre für uns tätig. Das sind insgesamt 5 Jahre, in denen sehr viel passiert ist.

Eine lebendige und ansprechende Gestaltung jeglicher Art von Gottesdienst in Inhalt und Form sind dir wichtig und ich denke, dass dir das in den letzten Jahren auch sehr gut gelungen ist - auch wenn du damit vielleicht den ein oder anderen mit ein wenig zu viel Weihrauch oder deiner unendlich scheinenden bunten Auswahl an Paramenten und Gewändern etwas überfordert hast.

Auch wenn es sich streng genommen nicht um Sakramente handelt, so seien doch die vielen Male Morgenlob, Krankenkommunion, die verschiedenen Bestattungen oder auch die kürzlich gefeierte Partnerschaftssegnung nicht unerwähnt. Genauso wie die vielen individuellen Seelsorgegespräche, in denen du nicht nur vielen Gemeindemitgliedern begegnet bist.

Für all deine Bemühungen, dein engagiertes Arbeiten und dein ruheloses Eintreten für unsere Gemeinde möchte ich dir heute und hier herzlich danken. Wir wünschen dir Gottes Segen für dein Wirken im hohen Norden.

Christoph Lichdi erlebte den Gottesdienst so:

Am Sonntag, dem 30. August, wurde Jens Schmidt als Pfarrer der Pfarrei Sachsen und Ostthüringen im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes verabschiedet. Pfarrer Schmidt war im Mai zum Pfarrer der Gemeinde Nordstrand gewählt worden und wird zum 1. Oktober seinen Dienst in Schleswig - Holstein antreten. Neben zahlreichen Gemeindemitgliedern aus allen vier sächsischen Teilgemeinden nahmen auch Mitglieder des Kirchenvorstandes aus Nordstrand und zahlreiche VertreterInnen der sächsischen Ökumene an der Eucharistiefeier in der Dresdener Diakonissenhauskirche teil.
In der Predigt ging Pfarrer i. R. Georg Reynders aus Nordstrand auf das dem Anlass entsprechend gewählte Emmaus-Evangelium ein und beschrieb u.a. seinen ganz persönlichen Emmaus-Weg mit Jens Schmidt von Überraschungen beim ersten Kontakt über das nähere Kennenlernen und das Entstehen einer Freundschaft bis hin zu der Vorstellung, dass er in 20 Jahren gemeinsam mit Jens Schmidt von der Orgelempore des Theresiendomes in Nordstrand herab wie die zwei Alten in der Muppet-Show“ die Einführung „des/der Neuen“ verfolgen möchte.
An die Predigt schloss sich die Entpflichtung von Pfarrer Schmidt an, die Dekan Ulf-Martin Schmidt stellvertretend für Bischof Matthias vornahm. Nach den Grußworten am Ende des Gottesdienstes übergab der Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Pfarrei Sachsen und Ostthüringen, Joachim Debes, das Abschiedsgeschenk der Pfarrei, eine „Klönschnackbank“: da Jens Schmidt in Nordstrand am geöffneten Fenster seines Pfarrbüros allen vorbeikommenden Menschen die Möglichkeit zu einem Gespräch (Klönschnak) bei Kaffee oder Tee anbieten wolle, habe die Pfarrei Sachsen sich entschlossen, auf diese Weise eine Verbindung nach Schleswig-Holstein zu schaffen. Jens Schmidt durfte dann zusammen mit seiner Frau Tanja auf der „Klönschnackbank“ Platz nehmen und alle TeilnehmerInnen des Gottesdienstes versammelten sich in einem Kreis um die Bank, um das Lied „Geh' unter der Gnade, geh' mit Gottes Segen“ zu singen.

 

Zentraler Stadtfestgottesdienst in Dresden

Einige Hundert Menschen versammelten sich in diesem Jahr zum zentralen ökumenischen Stadtfestgottesdienst am 16.08.2015 vor der Semperoper in Dresden.

Unter dem Motto „Umwerfend Anders“, unter dem auch das gesamte Stadtfest stand, versuchten viele Mitwirkende aus unterschiedlichen christlichen Kirchen und Freikirchen Antworten auf die Frage zu geben, ob Gott wirklich auch so ist, wie wir ihn uns vorstellen. Damit wurden Gläubige wie Nicht-Gläubige angesprochen, ganz egal wie er über Gott denkt oder zu ihm steht.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem ökumenischen Gospelchor gemeinsam mit dem Sunlight Gospel Choir und der Tanzgruppe „„ZwischenZeilig“ der Musikschule Goldenes Lamm“ gestaltet.

Pfarrer Jens Schmidt gestaltete diesen Gottesdienst im Rahmen seiner Tätigkeit in der Stadtökumene mit.

Am Gottesdienst selbst beteiligten sich aus unserer Gemeinde Reneé Gottlieb mit einer Fürbitte und Joachim Debes mit einem Interview mit den Leitern der „Jugendwerkstätte Umkehrschwung gGmbH“, denen die gesammelte Kollekte in Höhe von 3.650 Euro zu Gute kam.

Bewerber um die Pfarrstelle stellt sich vor

Am 12.07.2015 nutzten Pfarrer Luhmer (und seine Frau Cläre) die Kirchenvorstandssitzung, um sich persönlich in Sachsen vorzustellen.

Die Gemeinde konnte beim anschließenden Gottesdienst (und - logischerweise - beim Kafeetrinken) den Bewerber um die Pfarrstelle in Dresden kennenlernen und ihm "auf den Zahn fühlen".

Sollte die Gemeindeversammlung am 13.09.2015 Pfarrer Luhmer zu ihrem neuen Pfarrer wählen würde sein Dienst am 01.10.2015 in unserer Gemeinde beginnen.

 

Und das Beste zum Schluß

von Joachim Debes

Bevor sich Pfarrer Jens Schmidt nach Nordstrand verabschiedet, durfte er noch die erste Segnung der Partnerschaft zweier Männer in der Gemeinde Sachsen leiten. „Gleichgeschlechtlich liebende Paare, deren Gemeinschaft auf Dauer angelegt ist und die füreinander verantwortlich sorgen wollen, können und dürfen mit Recht für ihre Partnerschaft um den Segen Gottes bitten.“ So steht es im Vorwort des Rituale „Die Feier der Partnerschaftssegnung“. Gott sei Dank ist dies in unserer Kirche ganz offiziell möglich.
… oder auch nicht.
Denn die sächsische Gemeinde besitzt kein eigenes Kirchengebäude und ist auf die Gastfreundschaft anderer christlicher Kirchen angewiesen, um Gottesdienste zu feiern. Die evangelische Kirche zu Großschönau ist seit vielen Jahrzehnten einer der vier Gottesdienstorte in Sachsen, an denen wir zu Gast sind. So wird diese Kirche auch von vielen Alt-Katholiken als "ihre" Kirche gesehen, wo sie sich beheimatet fühlen. Noch im letzten Jahr unterstützte die alt-katholische Gemeinde Sachsen den Orgelneubau der evangelischen Gemeinde mit einer großzügigen Spende – nicht ganz uneigennützig.
So war geplant, dass das Paar in seiner „Stammkirche“ diese Segnung feiert und es freute sich darauf.
Vor dem Hintergrund, dass die evangelische Landeskirche in Sachsen keine leichgeschlechtliche Partnerschaftssegnung vorsieht, wurde unser Vorhaben in ökumenischer Offenheit mit dem örtlichen evangelischen Pfarrer und dem Kirchenvorstand abgestimmt. Nach einigen internen Diskussionen stimmte dieser unserem Vorhaben mit gewissen Auflagen zu, die vermeiden sollten, äußerliche Parallelen zu einer Eheschließung zu erkennen, z.B. kein Glockengeläut beim Auszug oder keine Nutzung der „Hochzeitstreppe“. Wenn man die gesellschaftliche Situation im äußersten Osten unserer Republik kennt, war das eine Lösung, mit der wir durchaus leben konnten und wir waren dem örtlichen evangelischen Kirchenvorstand für diesen Beschluss dankbar.
Jedoch hatte niemand mit der teils heftigen Reaktion einiger örtlicher evangelischer Gemeindeglieder gerechnet. Nach vielem Hin und Her wurde schließlich eine Unterschriftenaktion gegen diesen Beschluss und gegen die geplante Partnerschaftssegnung befürchtet. Um die Gemeinde nicht zu spalten wurden Lösungen gesucht. So wurde auch der alt-katholische Kirchenvorstand gefragt, ob wir unser Vorhaben nicht zurückziehen könnten, was aber einstimmig abgelehnt wurde. Als Kompromiss fand sich dann eine kleinere Kirche der Gemeinde im Nachbarort. So kam es dann, dass wir die Partnerschaftssegnung dort feiern konnten. Und dank eines beherzten Vorstandsmitglieds der evangelischen Kirchgemeinde gab es einen Auszug des Paares und der Mitfeiernden unter Glockengeläut.
Willkommen in der ökumenischen Realität des 21. Jahrhunderts!
Übrigens: nur ca. 5km von Großschönau entfernt liegt der tschechische Ort Varnsdorf mit seiner großen alt-katholischen Konkathedrale. Leider war ein Ausweichen in diese Kirche nicht möglich, da die tschechische Schwesterkirche eine Partnerschaftssegnung verbietet. Auch so unterschiedlich kann alt-katholisch in Europa sein.

 

Bewerber für die Pfarrstelle in Dresden

Bischof Matthias teilte dem Kirchenvorstand mit, daß sich auf die frei werdende Pfarrstelle in Dresden ein Bewerber gemeldet hat. Es handelt sich um Herrn Armin Luhmer, derzeit Pfarrer in Frankfurt am Main.

Der Kirchenvorstand lud Gemeindemitglieder ein, an der Vorstellung des Bewerbers Armin Luhmer für die Pfarrstelle teilzunehmen. Pfarrer Luhmer nutzte den Monat Juli auch, sich selbst in den verschiedenen Gottesdienstorten vorzustellen.

In schriftlicher Form sah das so aus:

Liebe Gemeindemitglieder,

ich habe mich auf die Pfarrstelle Dresden/Sachsen beworben und möchte mich Ihnen mit einigen Zeilen vorstellen. Neben den biographischen Eckdaten möchte ich Ihnen in aller Kürze von einigen Erfahrungen meines bisherigen Lebensweges schreiben, die mein Bild von Gemeinde und mich als Priester geprägt haben.
Mein Name ist Armin Luhmer. Ich bin 49 Jahre alt und in Bonn geboren. Nach dem Studium in Bonn, Innsbruck und Israel bin ich als römisch-katholischer Priester in Düsseldorf, Bonn und Köln in der Gemeindeseelsorge und in der Klinikseelsorge tätig gewesen. 2007 habe ich zur alt-katholischen Kirche gewechselt und wurde Pfarrer im südbadischen Blumberg und in Frankfurt am Main. Ich bin verheiratet und meine Frau Cläre war bis zur Geburt der Kinder als Redakteurin tätig. Wir haben 5 Jahre alte Zwillinge, Sarah und Judit und erwarten diesen November unser drittes Kind.
Prägend waren für mich zwei längere Auslandsaufenthalte. 1989 bin ich nach Israel/Palästina für ein halbes Jahr zum Bibelstudium gegangen. Dieses Land der Bibel mit seinen vielen christlich–jüdischen Stätten und seiner langen konfliktreichen Religionsgeschichte fasziniert mich bis heute.
Nach dem Studium habe ich als pastoraler Mitarbeiter einer Großgemeinde mit dreißig Basisgemeinden ein Jahr in Paraguay verbracht. Die Erfahrungen mit den Menschen, ihrem Alltag, ihrer Art, Gemeinde und Glaube zu leben, waren für mich sehr bereichernd.
2002 wanderte ich mehrere Wochen auf dem Jakobsweg in Spanien. Einfachheit, Alleinsein, Schweigen, Natur, Gebet, Körperlichkeit ließen diese Pilgerzeit zu einer wichtigen Erfahrung werden. Ebenfalls in diesem Jahr habe ich beim Jesuiten Franz Jalics die kontemplativen Exerzitien kennen gelernt, die mich bis heute in ihrer schweigenden, meditativen Form des Betens prägen.
Im Kloster Münsterschwarzach verbrachte ich 2005 eine dreimonatige Auszeit. Die Entscheidung in Partnerschaft leben zu wollen und der Wechsel zur alt-katholischen Kirche bahnten sich an. Mich haben die Freiheit im Glauben und die Weite in der Ökumene unserer alt-katholischen Kirche angesprochen. Es ist Raum für die Seelsorge und für den Blick auf den Einzelnen.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen. Wenn die Gemeindeversammlung (am 13.09.2015) sich für mich ausspricht, möchte ich gerne mit Ihnen Gemeinde in Dresden, Sachsen und Ost-Thüringen leben und gestalten in den Herausforderungen unserer Zeit.

Ihr Armin Luhmer

 

Pfarrer Schmidt in Nordstrand gewählt

Er beschreibt diesen Weg im Folgenden so:

In der Gemeindeversammlung am 29.03.2015 in Dresden habe ich den anwesenden Gemeindemitgliedern mitgeteilt, dass ich mich auf die frei werdende Pfarrstelle Nordstrand beworben habe.
Am 03. Mai habe ich mich der Gemeinde auf Nordstrand durch die sonntägliche Eucharistiefeier vorgestellt und in einem Gespräch den Fragen der Gemeindemitglieder gestellt.
In den vier Wochen nach meiner Vorstellung hatten die Gemeindemitglieder Zeit ihre Entscheidung zu treffen.
Am 31. Mai fand der Gottesdienst zur Pfarrerwahl im „Theresiendom“ auf Nordstrand statt. In der anschließenden Gemeindeversammlung wurde ich durch die stimmberechtigten, anwesenden Gemeindemitglieder zum neuen Pfarrer der Gemeinde Nordstrand gewählt.
Das bedeutet für unsere Pfarrei, dass ich zusammen mit meiner Frau Tanja Mitte September Dresden und Sachsen verlassen werde, um nach Nordstrand zu ziehen.
Am 01.10. werde ich dort den Dienst als Pfarrer beginnen, zu dem mich Bischof Dr. Matthias Ring am 07.11. im „Theresien-Dom“ einführen wird.

Immer wieder wurde ich in den letzten Wochen gefragt: „Wie geht es denn jetzt weiter?“. Ich habe geantwortet: „Es wird weitergehen Davon bin ich fest überzeugt. Bischof Matthias hat die Pfarrstelle Sachsen bereits am 01.06. ausgeschrieben. Jeder bewerbungsfähige Priester unseres Bistums hat nun das Recht, sich auf die frei werdende Pfarrstelle Sachsen zu bewerben.
Am 01. Juli wird Bischof Dr. Matthias Ring den Kirchenvorstand darüber informieren, ob und wer sich auf die Pfarrstelle beworben hat. In unserer synodalen Gemeindeordnung heißt es dazu:
"Der Termin dieses sogenannten Vorstellungsgottesdienstes wird allen Gemeindemitgliedern schriftlich und fristgerecht mitgeteilt, so dass jede und jeder die Möglichkeit hat den Bewerber persönlich kennenzulernen."

 

Mitgliederversammlung des Fördervereins

Am 25.04.2015 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Fördervereins statt.

Die Gemeinnützigkeit des Vereines für die Jahre 2011 - 2013 wurde bestätigt. Es wurde u.a. beschlossen, konkrete Maßnahmen für den bevorstehenden Katholikentag in Leipzig 2016 - z. B. Finanzierung von Werbemitteln - zu unterstützen.

 

Kar– und Ostertage 2015

Auch in diesem Jahr wurde die inzwischen zur schönen Tradition geworde Osterfreizeit in Lückendorf durchgeführt.

Höhepunkt diesmal war sicher die Erstkommunion von Emma und Bjarne Jahn am Gründonnerstag und Die Taufe, Firmung und Erstkommunion von Frau Ulrike Gebhard aus Leipzig in der Osternacht, die übrigens dreieinhalb Stunden dauerte, aber keine Sekunde langweilig war!

Die gemeinsamen Kar- und Ostertage waren eine erfüllte Zeit und haben Gemeinde erfahrbar gemacht. Und einstimmig auch der Tenor: im nächsten Jahr wieder!

 

Gemeindeversammlung

Zur Gemeindeversammlung kamen Mitglieder aller unserer Gemeinden aus Leipzig, Werdau, Großschönau und Dresden im Pavillon der Diakonissenhauskirche in Dresden zusammen.
Ein Rückblick auf 2014 und eine Vorschau auf Aktivitäten in 2015 hoben die Highlights des Gemeindelebens hervor.
Bei seinem Seelsorgebericht eröffnete Pfarrer Schmidt der Gemeinde, dass er sich auf die Pfarrstelle Nordstrand beworben hat, was mit Bedauern aufgenommen wurde.
Pfarrer Schmidt betonte, dass dies keine Entscheidung gegen die Gemeinde Sachsen sei, sondern sich diese Möglichkeit unerwartet früh durch den vorzeitigen Ruhestand von Pfarrer Reynders auf Nordstrand ergeben habe. Der Nordseeraum ist vertrautes Terrain für Pfarrer Schmidt und es ist für ihn und seine Frau ein Wunsch, dorthin zurückzukehren.
Die Gemeindeversammlung nahm die Jahresrechnung entgegen, vertagte die Entlastung des Kirchenrechners wegen noch ausstehender Rechnungsprüfung auf die nächste Gemeindeversammlung und verabschiedete einen Haushalt für 2015.
Zur Diskussion stand das Thema einer eigenen Gemeindeimmobilie. Die Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es nun, den Beschluss der Gemeindeversammlung umzusetzen und eine entsprechende Alternative zum Gemeindezentrum in der Kurt-Frölich-Straße in Form einer Immobilie (Miete oder Kauf) zu suchen, mit dem das Konzept einer Ladenkirche verwirklicht werden kann.
Es wurde informiert das der neue Synodale/die neue Synodalin für die Bistumssynoden 2016 und 2018 zu wählen sei. Die Wahl findet in der Gemeindeversammlung im Frühjahr 2016 statt.

 

Erster Familienbrunch des Jahres 2015

25 Kinder und Eltern trafen sich am 7. Februar in der LebensL.u.S.T. zum Essen, Reden und zum Märchen "Der Fischer und seine Frau". Können wir wie Gott sein? Eine Frage, die auch das Märchen nicht wirklich beantwortet aber sie gibt Auskunft, was ist, wenn ich mit nichts zu frieden bin oder mir im Grunde alles egal ist. Eine gute Einstimmung auf den Valentinstag, nicht nur für Paare und Verliebte!

 

Alt-Katholiken sammelten für Herrnhuter Hospiz

(bearbeiteter Text aus der SZ Löbau vom 14.01.2015)

Einen Scheck über 1 500 Euro überreichte der Kirchenvorstand zum Diakonie-Gemeindetag für den ambulanten Hospizdienst.

Für den Kirchenvorstand der Altkatholischen Gemeinde in Sachsen ist es Tradition, dass die in der Adventszeit gesammelte Kollekte für wohltätige Zwecke vor Ort gespendet wird.

„Auf Vorschlag der Großschönauer Gemeindeversammlung kommt die Kollekte der
ambulanten Hospizarbeit der Diakonie in Ostsachsen zu Gute“, sagt Frank Vesper als Verantwortlicher der Kirchgemeinde Großschönau. Damit wollen die Altkatholiken vor allem die ambulante Arbeit des Hospizdienstes in Herrnhut finanziell unterstützen. Überreicht wurde der Scheck anlässlich des Diakonie-Gemeindetages. Dieser fand im Herrnhuter Hospiz „Siloah“ und in der Kirche Großschönau statt. Im Mittelpunkt standen dabei Begegnungen und Gespräche mit den Mitarbeitern des Herrnhuter Hospiz am Vormittag und im Kirchencafé in der Weberstube“ in Großschönau am Nachmittag.

Die Spendenübergabe erfolgte während eines festlichen Gottesdienstes an die Hospiz-Mitarbeiter. Sie haben ihren Stammsitz in Herrnhut. Dort führen sie ein Haus der Geborgenheit, wo sie sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt so begleiten, dass es sich bis zuletzt zu leben lohnt. Der ambulante Hospizdienst ergänzt diese Leistungen zu den bestehenden Einrichtungen wie Kliniken, Pflegediensten, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen und Kirchengemeinden. Die Mitarbeiterinnen wenden sich an schwerstkranke und sterbende Menschen und ihren Angehörigen in ihrer vertrauten Umgebung, nämlich zu Hause. Dieser dafür notwendige ambulante Hospitzdienst ist im gesamten Landkreis Görlitz tätig und sollte insbesondere Unterstützung finden. Da diese Begleitung ehrenamtlich und kostenlos erfolgt, ist der Hospizdienst auf Spenden angewiesen.

 

und Frau Tanja Schmidt erlebte den Tag so:

Ein Tag für mehr Menschlichkeit

Unser Diakonie-Gemeindetag stand unter dem Thema „Ein Tag für mehr Menschlichkeit.“ An diesem Tag haben wir uns bei strahlendem Winterwetter auf den Weg nach Herrnhut gemacht. Auf den Weg in das einzige christliche stationäre Hospiz in Sachsen. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich mit Freude auf den Weg gemacht habe. Mit auf dem Weg waren Herzklopfen, Unwohlsein, denn was erwartet mich dort?

Was mich erwartete, war ein freundlich gestalteter Eingangsbereich, ein freundlicher Empfang von Herrn Rixrath, dem Leiter des Hospizes, und 2 Frauen, wovon die eine ehrenamtlich, die andere hauptamtlich in der Hospizarbeit tätig sind. Zu Beginn gab es eine informative Power-Point Präsentation und ein Gespräch bei einer liebevoll gedeckten Kaffeetafel. Ein Gespräch mit vielen Fragen und Antworten nahm seinen Lauf. Das Unwohlsein von meiner Seite schwand. Herr Rixrath fesselte mich geradezu mit seinen Erzählungen, z.B. wie ein Tagesablauf im Hospiz aussehen kann. Ein Satz von ihm ist mir noch in Erinnerung: „Die Hauptperson ist der Bewohner mit seinen Wünschen. Der Bewohner bestimmt den Tagesrhytmus. Wenn der Bewohner morgens ein Vollbad mit einen Glas Sekt haben möchte, dann bekommt er es. Wenn er hier seinen Geburtstag mit einem rauschenden Fest feiern möchte, dann wird es ihm ermöglicht.“ Vor dem Mittagessen durften wir das Haus noch ein wenig näher kennenlernen. Allerdings war uns der Zugang zu den Zimmern der Bewohner und Bewohnerinnen - aus verständlichen Gründen - nicht möglich. Warme, freundliche Farben auf den Fluren. Alles liebevoll dekoriert. Einen Raum der Stille ist eigens für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingerichtet, damit auch sie sich für ein paar Augenblicke zurückziehen können um neue Kraft und Energie zu tanken. Dieser Tag im Haus „Siloah“ hat mich sehr beeindruckt. Wenn ich jetzt an ein Hospiz denke, denke ich nicht mehr an Unwohlsein, sondern mit Freude im Herzen daran, dass es gut ist solch ein Haus der Geborgenheit, der Liebe und Zuwendung zu haben. Zum Abschluss feierten wir mit Hospizmitarbeitende die Eucharistie.
In diesem Gottesdienst bekam die Hospizarbeit in Herrnhut, von unserer Gemeinde
eine Spende von 1500,00 € überreicht.

 

Antwortschreiben

In einem handgeschriebenen Brief erreichten unserer Pfarrei folgende Zeilen:

„Sehr geehrter Herr Pfarrer Schmidt, sehr geehrte Gemeindeglieder der Alt-Katholischen Kirche, auf diesem Wege möchten wir uns für die Spende von 1500,00 € für die Hospizarbeit ganz herzlich bedanken.
Ihr Beitrag hilft uns bei der Umsetzung unseres Anliegens, sterbenden und trauernden Menschen beizustehen.
In christlicher Verbundenheit grüßen Sie die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes: Brigitte Böhlke, Karin Eckhart, Gabriele Vetter

 

Sternsingeraktion der Leipziger Gemeinde

Nach dem Aussendungsgottesdienst der Sternsinger am Samstag, den 03.01. in der Auferstehungskirche in Möckern, zogen am Sonntag darauf zum ersten Mal die Sternsinger
durch die Leipziger Gemeinde. Sie besuchten die Menschen, segneten und sangen von den drei Weisen aus dem Morgenland, die den Messias aufsuchten. Sie sammelten für Kinder auf den Philippinen 154,- €. Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön!