2016

Wüste, Herberge, Luther – Dekanatstage im Kloster Helfta

Aus den Gemeinden Berlin, Dresden, Leipzig, Quedlinburg und Halle fanden sich 22 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu den jährlichen Dekanatstagen in Sachsen-Anhalt ein. Wie ist die Situation in unseren Gemeinden? Welche Ideen haben wir für die Zukunft? Mit Schlagworten wie „Wüste“ und „Herberge“ machten sie die Teilnehmenden in Kleingruppen auf den Weg und tauschten ihre Erfahrungen und Ideen aus. Für die Kinder gab es ein eigenes Programm. Samstagnachmittag fanden sich alle in Eiselbeben in Luthers Taufkirche ein und feierten in der wunderbar renovierten Kirche eine eindrückliche Tauferinnerung. Im benachbarten Geburtshaus von Luther gab Interessantes aus dem Leben des Reformators zu entdecken. Zum Abschluss feierten wir den Sonntagsgottesdienst im geschichtsträchtigen Kloster Helfta, wo vor über 700 Jahren monastisches Leben begonnen hatte.

 

Gemeindeversammlung

Am 16.10. bzw. 23.10.2016 fanden die regionalen Gemeindeversammlungen statt. Insgesamt nahmen 28 Stimmberechtigte an diesen teil.

Traditionell bieten diese Gemeindeversammlungen im Herbst die Möglichkeit, sich intensiv über das Gemeindeleben vor Ort zu informieren, zu diskutieren und mitzuentscheiden.
Insgesamt sind keine größeren Veränderungen der Gesamtsituation diskutiert oder beschlossen worden.

Neben einer kurzen Berichterstattung von der Synode (vgl. Beitrag weiter unten) wurde v.a. über die derzeitige Situation in den (Teil-)Gemeinden und zukünftige Entwicklungen und Erwartungen gesprochen. Die derzeitig bestehenden (Gottesdienst-)Angebote sollten in gleichem Umfange wie bisher durchgeführt, die Tradition des gemeinsamen „Buß- und Bettages“ wiederbelebt werden.

In allen Gemeindeteilen wurde die Zustimmung zu einem gemeindeeigenen Diakonie-Projekt bekundet. Die im Advent gesammelten Kollekten sollen einem durch die Gemeindeversammlung vorgeschlagenen und durch den Kirchenvorstand ausgewählten Projekt genutzt werden.

Die Verkleinerung des Kirchenvorstandes auf vier Personen traf in allen Teilgemeinden auf Wohlwollen. Einen formellen Beschluß darüber wird in der nächsten Gesamtgemeindeversammlung im Frühjahr 2017 gefaßt. Alle sind aufgerufen, weiterhin Kandidaten für die anstehenden Kirchenvorstandswahlen zu benennen, bis dato haben zwei Kandidaten ihr Interesse bekundet.

Alle lokalen Gemeindeversammlungen begrüßten die Empfehlung des Kirchenvorstandes, sich vom Projekt „Feierhalle am St.Pauli-Friedhof“ zu verabschieden.

2017soll es auch gemeindeintern einen intensiven Diskussionsprozess zum Thema „Ehe, Partnerschaft, Sakrament„ geben. Der Kirchenvorstand wird dies entsprechend organisieren.

Das Gesamtprotokoll sowie alle Einzel-protokolle können im Gemeindezent-rum eingesehen werden.

Kinder- und Jugendwoche (von Paula und Willi Kugler)

„Wir hab’n ´ne Message!„ - Unter diesem Motto fand die mittlerweile 9. Kinder- und Jugendwoche (RKW) in Großrückerswalde statt. 15 Kinder und Jugendliche im Alter von eins bis siebzehn kamen am Sonntag den 9. Oktober gegen Nachmittag an. Darunter viele bekannte Gesichter der vergangenen RKW’s aber auch neue.

Kaum angekommen gab es den traditionellen Spaziergang zu den nahegelegenen Fischteichen. In der Woche erwarteten uns vielseitige und abwechslungsreiche Aktivitäten, wie z. B. ein Kochduell mit 4-gängigen Menü , ein spannendes Geländespiel, eine ausgedehnte - für manche anstrengende Wanderung und ein musikalisch untermalter Gottesdienst, in dem Pfarrer Luhmer, der uns an diesem Tag besuchte, die Predigt hielt. Im inhaltlichen Mittelpunkt stand stets das Thema: Nachrichten von Jesus an uns.
In diesem Rahmen haben wir u .a. diskutiert und ein Theaterstück aufgeführt.

Für die jüngeren Teilnehmer gab es natürlich ein aufregendes und bunt gestaltetes Kinderprogramm mit Topfschlagen und Basteln.

Wie in den vergangenen Jahren war es eine wunderbare Woche mit einer sehr guten Atmosphäre! Wir hatten eine schöne Zeit, und danken allen die dabei waren und natürlich besonders Gilbert, Julia, Pascal und Anne-Marie die uns diese Woche ermöglicht haben.

 

60. Bistumssynode in Mainz

Ende September fand die 60. Bistums-synode in Mainz statt. Unsere Gemeinde war vertreten durch den Synodalen Jörn Stoffers, Priester Gilbert Then und Pfarrer Armin Luhmer.
Die Synode befasste sich nicht nur mit kircheninternen Themen, sondern begaben sich auf die Suche nach eigenen Positionen in wichtigen und kontrovers diskutierten aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Frieden und Waffenhandel, die Einmischung von Kirche in die Politik sowie die Bewertung des Verhältnisses von heterosexueller Ehe und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.
Einmütig beschloss das Kirchenparlament am ersten Sitzungstag den Beitritt des Bistums zum Aktionsbündnis »Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel«.
Darüber hinaus wird sich die nächste Synode im Jahr 2018 einen ganzen Tag lang mit dem Thema »Frieden« auseinandersetzen und nach Antworten im »Licht des Evangeliums« suchen. Dabei gehe es prinzipiell auch darum, die Diskurslosigkeit, also das Fehlen des innerkirchlichen Gesprächs über aktuelle gesellschaftliche, soziale und poli-tische Fragen, zu überwinden, und klare Positionen zu beziehen, so Bischof Dr. Matthias Ring. In gut alt-katholischer Tradition sollen nicht »unfehlbare Meinungsäußerungen« formuliert werden, sondern bestimmte Positionen für eine bestimmte Zeit, also keine letztgültigen Positionen der gesamten Kirche, so Ring.
Zum Verhältnis von heterosexueller Ehe und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften setzte die Synode einen bereits bestehenden Diskussionsprozess fort. Kann man die in der alt-katholischen Kirche seit einigen Jahren praktizierte Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften der Ehe – auch in sakramentaler Hinsicht – gleichstellen, war nur eine der vielen Fragen, über die die Synodenabgeordneten diskutierten.
In den nächsten Jahren wird dieser Prozess mit Fachtagungen und weiteren thematischen Diskussionsveranstaltungen fortgesetzt werden.
Auch die Ökumene kam nicht zu kurz. Diözesanadministrator Dietmar Giebelmann vom Bistum Mainz stattete der Synode ebenso einen Besuch ab wie der Kirchenpräsident der Evange-lischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung. Bischof Pierre Whalon, Leitender Bischof der Episkopa-kirche in Europa, verfolgte als Vertreter der mit den Alt-Katholiken in voller Kirchengemeinschaft stehenden Anglikanischen Kirchen die viertägigen Verhandlungen.

 

Einladung von Bischof Timmererevers

Am 29. August empfing der neu ernannte römisch - katholische Bischof Vertreter des öffentlichen Lebens. Auch Pfarrer Luhmer gehörte zu den Geladenen. Der Kirchenvorstand beschloß, Bischof Timmererevers in unsere Ortsgemeinde einzuladen.

 

Verkleinerung des Kirchenvorstandes

Im Sommer 2016 legte Herr Jahn sein Amt nieder. In Anbetracht der Tatsache, dass es keinen (gewählten) Nachrücker gibt, der Kirchenvorstand verkleinert werden soll und die nächste Wahl bereits vorbereitet wird, verzichtet der Kirchenvorstand auf eine "erzwungene" Nachwahl.

 

Neues Kreuz in unsere Hauskapelle

Seit ein paar Wochen hängt ein neues Kreuz in unserer Hauskapelle im Dresdner Gemeindezentrum, das vielen als „Taizé-Kreuz“ bekannt ist.
Ein herzlicher Dank geht an unser Gemeindemitglied Dr. Martin Bartsch, der das Kreuz als Bild auf einer Holzplatte aufgezogen und ausgesägt hat, damit es die Blicke in unserer Kapelle auf sich ziehen kann.
Taizé ist ein Ort in Frankreich, an dem regelmäßig ökumenischen Treffen von Jugendlichen und jung gebliebenen, zu denen Tausende Besucher vieler Nationalitäten und Konfessionen kommen.
Bei uns ist Taizé vor allem für die charakteristischen Gesänge bekannt, die in vielfacher Wiederholung gesungen wer-den: einstrophig, kurz, in schlichtem Satz, oft mehrstimmig.
Einige davon sind auch in unserem alt-katholischen Gesangbuch „Eingestimmt“ zu finden, z.B. „Meine Hoffnung und meine Freude“.
Die Gesangstexte basieren meist auf einer Bibelstelle und sind in Latein oder in den verschiedensten in Europa gesprochenen Sprachen verfasst.

 

Leipziger Familiengottesdienst mit Gartenpicknick

Bei strahlendem Sonnenschein versammelte sich am 12. Juni die Leipziger Gemeinde und einige Gäste in der Auferstehungskirche zum Sonntagsgottesdienst. In der Familienkatechese entdeckten die Kinder wofür sie ihre Hände alles benutzen können. Hände können abweisen und zärtlich sein. Jesu Begegnung mit dem Pharisäer und der Sünderin wurde mit Händen und Gesten nachgespielt. Gottes Hand hält uns, heißt es im Psalm 139. Als Erinnerung daran bekamen alle Kinder und Erwachsene einen Hand-Schlüsselanhänger mit auf den Weg. 22 Erwachsene und Kinder ließen den Gottesdienst bei einem sommerlichen Picknick im Garten des Gemeindehauses ausklingen. Viele Hände hatten für ein reiches Mitbring-Buffet gesorgt.

 

Handschellen und Seilschaft – Firmung in Leipzig

Über die verschiedenen Möglichkeiten des Gebundenseins predigte Bischof Dr.Matthias Ring anschaulich anhand einer Handschelle, einer Seilschaft und zweier Eheleute. Die Bindung an einen Gott und die Entscheidung für den Glauben kann bei aller Festlegung viel Freiheit schaffen. Drei Jugendliche aus Dresden und Leipzig hatten sich mit Pfarrer Luhmer auf die Firmung vorbereitet. Familiengehörige, Gäste und Gemeindemitglieder aus ganz Sachsen waren nach Leipzig in die Auferstehungskirche am Sonntag, den 29. Mai gekommen. Zudem waren auch Geistliche aus dem Bistum und Gemeindemitglieder aus den alt-katholischen Gemeinden Augsburg, Hamburg und Nordstrand zu Gast. Mit dem Bischofsgottesdienst und der Firmung fand der Katholikentages in Leipzig seinen festlichen Abschluss.

 

Gemeinde Sachsen auf dem Katholikentag in Leipzig

„Seht, da ist der Mensch“ Unter diesem Motto stand der 100. Katholikentag in Leipzig vom 25.-29 .Mai. Neben dem Info-Stand unseres Bistums zentral in der Innenstadt hatte auch die Gemeinde Sachsen unter der Leitung von Gemeindemitglied Jens Eberhardt Jahn ein interessantes Programm mit Podiumsgespräch, Diskussion und Information auf die Beine gestellt. Zu aktuellen gesellschaftlichen, religiösen und ökologischen Themen kam man in den evangelischen Gemeinderäumen im Stadtteil Möckern zusammen. Aber auch Alt-katholische aus anderen Gemeinden des Bistums, wie auch Neugierige, die die Gemeinde Leipzig kennenlernen wollten, fanden den Weg zu uns. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee wurde ausgiebig erzählt und informiert. Am Samstag nach der Morgenveranstaltung wurde spontan bei schönsten Sonnenschein ein Mittagsgebet im Garten gefeiert und viele blieben noch zum Pizzaessen. Mit dem Erzählcafe am Nachmittag klang der Samstag aus. Festlicher Abschluss dieser Tage war der Gottesdienst mit Bischof Matthias am Sonntag in der Auferstehungskirche in dem drei Jugendlichen unserer Gemeinde die Firmung gespendet wurde. Gemeindemitglieder und Kirchenvorstände haben viel Zeit und Arbeit in den Katholikentag investiert. Allen sei herzlich gedankt. Es hat sich gelohnt. Es gab Interessantes zu sehen und zu hören, Neugierige sind auf unsere alt-katholische Gemeinde in Sachsen aufmerksam geworden und es war zudem eine schöne Gelegenheit in den Gemeinderäumen und im Garten sich mit den Gemeindemitglieder unserer Gemeinde Sachsen zu treffen und zu erzählen.

 

Unsere Gemeinde unterstützt die LEBENSL.u.S.T. in Leipzig

Im Rahmen des Familienbrunchs am Samstag, den 23. April 2016 wurde in den Räumen der LEBENSL.u.S.T. in Leipzig symbolisch ein Scheck in Höhe von 577 Euro überreicht.

Die Summe ist das Resultat der Kollekte unserer alt-katholischen Gemeinde und einem Zuschuss der alt-katholischen Diakonie. Nachdem sich die Gemeindeversammlung im vergangenen Herbst dafür ausgesprochen hatte, mit der Adventskollekte wieder ein konkretes soziales Projekt in Sachsen zu unterstützen, entschied sich der Kirchenvorstand für die LEBENSL.u.S.T. in Leipzig.

Die LEBENSL.u.S.T. versteht sich als ökumenischer Leib- und Seele Treff in eigens angemieteten Räumlichkeiten im Leipziger Stadtteil Wahren und bietet Zeit, Raum und Ansprechpartner zum Reden, Zuhören, Fragen, Antworten, Spielen, Helfen, Quatschen, Kaffee genießen, Krabbeln, Lesen, Vorlesen und Hausaufgaben machen. Offizieller Träger der LEBENSL.u.S.T. ist die evangelische Sophiengemeinde, in deren Kirche und Gemeinderäumen in Möckern wir regelmäßig für unsere Gottesdienste und Veranstaltungen zu Gast sein dürfen.

Seit einigen Jahren unterstützen auch Julia und Gilbert Then aus unserer Gemeinde die LebensL.u.S.T. tatkräftig mit ihrem Engagement. So gab es beim Familienbruch am vergangenen Samstag nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch ein paar Aktionen für die Kinder zum Thema Regenbogen. Dazu führten Julia und Gilbert ein kleines Stück aus der biblischen Erzählung von Noah, der Sintflut und dem Regenbogen als Zeichen Gottes für den Bund zwischen ihm und den Menschen vor. Es wurde gesungen, gemalt, gebastelt und über die einzelnen Farben gesprochen, woran Jung und Alt beteiligt waren.

 

„Im Dunkel unserer Nacht entzünde ein Feuer …“ Gemeinde feiert Kar– und Ostertage in Lückendorf

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten brannten das Osterfeuer und die Osterkerze am noch dunklen Sonntag morgen. Mit dem Licht der Kerzen ging es in die Lückendorfer Kirche bei Gesängen aus Taizé. Langsam erwachte der Tag während des feierlichen Gottesdienstes. Die Feier der Osternacht war der Höhepunkt der gemeinsamen Kar- und Ostertage, die die Gemeinde wieder in evangelischen Freizeit- und Bildungsstätte Lückendorf verbrachte. Beginnend mit einer Fußwaschung und Tischeucharistie am Gründonnerstag, fand am Karfreitag der mittlerweile traditionelle deutsch-tschechische Kreuzweg in Georgenthal statt. Gemeinsam mit der alt-katholischen Gemeinde und Pfarrer Roland Soloch aus dem tschechischen Varnsdorf wurde anschließend die Karfreitagsliturgie in der dortigen Kirche gefeiert. Zuvor fand die Gruppe gastfreundliche Aufnahme im Pfarrhaus der Familie Soloch. Als Dank und als Zeichen der Verbundenheit bekam die Varndorfer Gemeinde eine Osterkerze überreicht, die ein Leipziger Gemeindemitglied gefertigt hatte.

Neben den Gottesdiensten und Ostervorbereitungen nutzen viele Teilnehmende die Zeit für Gespräche und Wanderungen im Zittauer Gebirge. Erfreulicherweise bestand die Gruppe fast zur Hälfte aus Jugendlichen und Kindern. Für die Kinder fand ein eigenes Gottesdienstangebot am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag statt.

 

Christen feiern Ostern - Ökumenisches Osterfeuer in Werdau

Zusammen mit der römisch-katholischen und der evangelischen Gemeinde kam die Werdauer Gemeinde am Samstag in der Osteroktav zusammen um einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern und das Osterfeuer zu entzünden. In seiner Predigt über die Emmausgeschichte sprach Pfarrer Armin Luhmer über den manchmal unerkannten Jesus, der unsere Wege begleitet. Das Osterfeuer und anschließende Beisammensein in Fraureuth drückte das gute und unkomplizierte Miteinander der drei Gemeinden aus.

 

Besonderer Gottesdienstort

Die Gemeindeversammlung hatte ja im Herbst beschlossen, dass sich weiterhin um eine eigene Immobilie in Leipzig und/oder Dresden gekümmert werden soll. Die evangelische Landeskirche hat unserer Gemeinde in Dresden Neustadt ein Angebot unterbreitet: es handelt sich um die Friedhofskapelle des St.Pauli-Friedhofes an der Hechtstraße 78. Um der Gemeinde die Möglichkeit zu geben, das Gebäude (und das gesamte Ensemble) kennenzulernen fand am 13.03.2016 unser Gemeindegottesdienst dort statt.

Unter Berücksichtigung des augenblicklichen und künftigen Bedarfs sowie der Kosten kam die Idee eines „Raum in Raum“ Konzeptes auf, welches vor Ort "geprüft" werden sollte. Folgende Eckpunkte gab es zu beachten:

- Realisierung eines Gemeinderaums im rückwärtigen Bereich der Feierhalle durch Einbau eines kleinen, aber schnell beheizbaren Bereiches - der Bereich beinhaltet notwendige Funktionen wie Teeküche, etc.
- Nutzung als Pfarrbüro
- für größere Gottesdienste kann Sakralraum (vorderer Teil der Kirche) und Gemeinderaum zu einem großen sakralen Raum zusammengeschaltet werden
- die Gestaltung des Bereichs soll sich dem denkmalgeschützten sakralen Raum unterordnen

Die weiteren Schritte werden in absehbarer Zeit mit einem Architekten, interessierten Gemeindemitgliedern und Vertretern des Kirchenvorstandes erörtert.

 

Gemeindeversammlung

Der Vorsitzende des Kirchenvorstands Joachim Debes lud alle Mitglieder unserer Pfarrgemeinde zur Gemeindeversammlung am Sonntag, dem 28. Februar 2016 nach Dresden ein. 13 Gemeindemitglieder sind seiner Einladung gefolgt.

Pfarrer Luhmer erläuterte blickte mit seinem Seelsorgebericht auf das Jahr 2015 zurück, Herr Debes informierte über "Kommendes" in diesem Jahr. Herr Stoffers präsentierte die Jahresrechnung und stellte den Haushalt für das Jahr 2016 vor (der ebenfalls beschlossen wurde). Die Rechnungsprüfer attestierten die Richtigkeit der Jahresrechnung, so daß der Vorstand entlastet werden konnte. Die genannten Unterlagen können im Pfarramt eingesehen werden.

Die Gemeindeversammlung endete mit der Eucharistiefeier.

 

Glaubenskurs - Firmvorbereitung

Was haben Rainer Maria Rilke und Die Toten Hosen miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Aber beim ersten Tag des Glaubenskurses am 30.Januar in Leipzig entdeckten die Jugendlichen mit Pfarrer Armin Luhmer so manche Gemeinsamkeiten. Was trägt mich wenn ich falle? Was möchte ich im Leben erreichen? Wer ist dieser Gott für mich? Es gab an diesem Tag Fragen und Antworten, Musik und Stille, Gebet und Gespräch, indisches und italienisches Essen. Drei Jugendliche aus den Gemeinden Dresden und Leipzig bereiten sich in diesen Wochen auf das Sakrament der Firmung vor. Am Sonntag, den 29.Mai 2016 hält Bischof Dr.Matthias Ring in Leipzig den Firmungsgottesdienst zum Abschluss des Katholikentages.

 

Ökumenischer Gottesdienst mit Agape-Feier in Dresden

„Berufen, die großen Taten des Herrn zu verkünden“ (1 Petrus 2,9)

Trotz Glatteis und Schnee hatten sich Christen verschiedener Kirchen am 19. Januar zu unserem Gemeindezentrum auf den Weg gemacht. Anlässlich der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen kam der Strehlener Ökumenekreis zusammen. Jedes Jahr lädt unsere Gemeinde zum Gebet um die Einheit der Christen ein. Dieses Jahr hatten Christen aus Lettland die Texte der weltweiten Gebetswoche vorbereitet. Gebet und Gespräch bei Fladenbrot und Wein vertieften die guten ökumenischen Beziehungen.

 

Einführung von Pfarrer Armin Luhmer

In der Gemeindeversammlung am 13.September 2015 wurde Armin Luhmer zum neuen Pfarrer der altkatholischen Gemeinde in Dresden – Sachsen gewählt.

Der Kirchenvorstandsvorsitzende Herr Debes eröffnete den Gottesdienst:

"Liebe Mitfeiernde, ... es ist schön, dass ihr und Sie unserer Einladung aus nah und fern gefolgt seid. Es ist ein besonderer Gottesdienst für unsere weit verstreute sächsische Gemeinde.

Auch wenn unser neuer Pfarrer Armin Luhmer schon seit einigen wenigen Monaten bei uns aktiv ist, wollen wir ihn heute offiziell in sein Amt als unseren hauptamtlichen Seelsorger einführen. Dafür danke ich bereits jetzt unserem Dekan Ulf-Martin Schmidt, der diese Amtseinführung im Auftrag des Bischofs vornehmen wird.

So wünsche ich uns allen, so verschieden konfessionell wir auch heute hier zusammen sind, einen schönen Gottesdienst mit dem einen Gott in unserer Mitte, der uns alle kennt, sich um uns sorgt und uns als Christen zusammenhält."

Zum Abschluss sagte er noch:

"Du kommst aus der Gemeinde Frankfurt/Main zu uns nach Sachsen, wo die alt-katholische Welt ein klein wenig überschaubarer ist - wenn auch nicht unbedingt geographisch gesehen. Auch wenn Frankfurt/Main als große Bankenstadt mit sehr viel Geld bekannt ist, ist dort die kirchliche Gebundenheit der Bevölkerung zumindest formal noch wesentlich höher als hier in Sachsen, in der Diaspora. Entsprechend kommen auch hier Aufgaben mit einem anderen Fokus auf dich zu, wie du sicherlich schon gemerkt hast.

Unser Gemeindezentrum liegt zwar in Dresden, aber wir feiern doch auch in den anderen drei Teilgemeinden (Leipzig, Werdau und Großschönau) Gottesdienste in verschiedenen Formen.
Und trotzdem können in einer so verstreuten Gemeinde wie der unseren nicht alle zum Mittelpunkt unseres Gemeindelebens, nämlich zu den Sonntagsgottesdiensten, kommen.
Einiges an Fahrerei und individuelle Seelsorge gehört daher zum Alltag des alt-katholischen Pfarrers von Sachsen. Ich weiß aber von dir, dass dir gerade dieser individuelle Aspekt einer seelsorgerlichen Tätigkeit sehr wichtig ist.

Und nicht nur deshalb denke ich, dass du hier bei uns ganz richtig bist. Wir freuen uns sehr, dass du und deine Familie da seid und ich habe auch den Eindruck, dass ihr auch innerlich schon ganz gut angekommen seid. Dazu habt ihr auch schon mit der Geburt eures Sohnes Josua Jakob im November ein prägendes Lebensereignis feiern können . Ihr habt somit auch schon den ersten waschechten Sachsen in eurer Familie. So schnell kann das manchmal gehen.

Euch allen nochmal ein herzliches Willkommen in Dresden und Sachsen."

Der Kirchenvorstandsvorsitzende ließ es sich nicht nehmen, in Anlehnung an Jim Knopf aus der Augsburger Puppenkiste folgendes zu Gehör zu bringen:

"Eine Insel ohne Berge rief nach unserm Pfarrer Schmidt, daraufhin zog er nach Nordstrand und nahm seine Tanja mit. Doch wie das dann für uns ausging, ist ja allen hier bekannt: seit dem ist der Freistaat Sachsen unser schönes LUHMER-Land!"

 

 

Sternsinger

Auch in diesem Jahr besuchten Sternsinger aus unserer Gemeinde Familien, um das Hoffnungslicht der Weihnachtsnacht mit ihrem Segen in die Häuser zu bringen. Hier z. B. Valerie, Paula, Sarah und Judith in Dresden.

In Leipzig sammelten die Kinder insgesamt fast 220 €. Die Alt-Katholische Diakonie stockte den Betrag noch um 300 € auf.

Das Geld kommt Kindern in Bulungan (Philippinen) zu Gute, die damit ein halbes Jahr an einer mobilen Schule eine Grundschulbildung erhalten können.