Gemeindebrief

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freude unserer altkatholischen Gemeinde,

haben sie heute noch viele Termine vor sich? Gehören sie auch zu den Menschen, die einen vollen Kalender und wenig Zeit haben?

Ein alter Professor war beauftragt, einer Gruppe von Managern einen Ausbildungskurs in effizienter Zeitplanung zu geben. Der Professor hatte jedoch dafür nur eine Stunde zur Verfügung:

„Wir werden miteinander ein kleines Experiment machen.“ Er stellte vorsichtig einen großen Glaskrug auf den Tisch. Ein Dutzend großer Steine setzte er bedächtig in den Krug, bis dieser randvoll war. Der alte Professor fragte die Anwesenden: „Ist der Krug voll?“ Alle antworteten: „Ja!“ Er fragte nach: „Tatsächlich?“ Darauf bückte er sich, holte ein Gefäß mit kleinen Kieselsteinen hervor und füllte den Glaskrug – rührte um – füllte nach – bis die Kieselsteine alle Lücken füllten. Der alte Professor hob erneut den Kopf und frage: „Ist der Krug voll?“ Ein Teilnehmer antwortete: „Wahrscheinlich nicht.“ – „Gut“, antwortete der Professor. Er holte diesmal einen Eimer mit Sand hervor. Bedächtig goss er den Sand in den Glaskrug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Steinen und dem Kies. „Ist der Krug nun voll?“ – Ohne zu zögern, entgegneten alle Schüler „Nein!“ – „Gut.“ Er nahm eine Kanne mit Wasser und goss das Wasser in den Krug bis dieser randvoll war. Nun erhob sich der Professor und fragte die Gruppe: „Was will uns dieses Experiment sagen?“. Ein Zuhörer meinte in Anbetracht des Kursthemas: „Es zeigt uns, dass wir sogar dann, wenn unsere Kalender randvoll sind, noch weitere Dinge erledigen können, wenn wir es wirklich wollen.“
„Nein“, sagte der alte Professor – „Darum geht es nicht. Die große Wahrheit, die uns dieses Experiment zeigt, ist die folgende: Wenn wir nicht als Erstes die großen Steine in den Krug setzten, ist nachher kein Platz mehr für sie da.“


„Was sind die großen Steine in Ihrem Leben?“, frage der Professor. „Gesundheit? – Familie? – Freunde?“ „Nehmen Sie mit, dass es wichtig ist, zuerst die großen Steine im Leben zu platzieren. Wenn wir den kleinen Dingen und Nebensächlichkeiten den Vorrang geben, haben wir keinen Platz mehr, um uns den wichtigen Dingen unseres Lebens zu widmen.

„Unsere Tage zu zählen lehre uns. Dann gewinnen wir ein weises Herz“, heißt es in einem Psalmengebet der Bibel (Psalm 90). Ich wünsche uns ein weises Herz beim Umgang mit den Terminen und Tagen, mit den großen und den kleinen Dingen des Lebens in diesem Advent und im neu beginnenden Jahr.


Seien Sie und Ihre Familien in dieser Adventszeit herzlich gegrüßt verbunden mit gutem Wünschen für das Weihnachtsfest und das neue Jahr 2019.


Ihr Pfarrer Armin Luhmer

 

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